„Gründung der Freiwilligen Feuerwehr“
 
Die offizielle Gründung erfolgte dann am 26. Februar 1896.
 
Handdruckspritze, die auch in einem Gruppenbild Gewählt wurden:
 
1. Hauptmann:                  Wilhelm Hillebrecht,
                                          Bäckermeister                                                                                                                                                                         
2. Hauptmann:                  Wilhelm Schweckendiek,
                                          Bäckermeister                                
1. Zugführer:                     August Robbin,
                                          Schmiedemeister                                
2. Zugführer:                      Fritz Zwickert,
                                          Schmiedemeister                                
Seigerzugführer:               K. Lagershausen,
                                          Tischlermeister
Schrift- u. Kassenführer:   August Wolf,
                                          Tischlermeister
                                                                                                             

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Die Namen der Männer sind an anderer Stelle aufgezeichnet. Jetzt kam auch von der Firma Louis Tidwo in Hannover – Badenstedt die neue festgehalten ist. Ein modernes Gerät, welches selbst saugte und das Wasser durch 100 m Schlauch 52 mm drückte. Es hatte zwei Druckstutzen und konnte 2 Rohre 12 mm speisen. Die Schlauchverbindung bestand aus einem Metz-Normalgewinde. Zu seiner Bedienung gehörten 22 Mann und eine entsprechend starke Ablösung. Ein Universalsport für alle Muskeln. Schon im gleichen Jahr wurden Wehr und Spritze beim Brand des Albrecht Klaprothschen Hofes eingesetzt.
 
Später kam dann von der Firma Henkel in Bielefeld die Rüstung für 40 Mann. Schon vorher wurde die Wehr in Echte bei einem Brand nachts eingesetzt und erhielt dafür von der Landschaftlichen Brandkasse die Löschprämie von DM 62,55. Dies war ein Ansporn für größeren Eifer. Geübt wurde regelmäßig und eine gute Geselligkeit schloss jede Übung ab.

Ein Alarm löste Heiterkeit aus. Der Gutsgärtner in Oldershausen hatte durch ein umfangreiches Feuer den Anschein eines Brandes erweckt. Und da man noch keine Drahtverbindung hatte, war Verständigung nicht möglich. In Folge dessen erfolgte die schneidige Anfahrt der Wehr. Ein Fass Bier, vom Urheber gestiftet, schlichtete den Streit. Ein Strohdiemen -Brand an einem Sonnabendabend löste Alarm aus.
 
Der zweite Hauptmann Willi Schweckendiek  schied schon frühzeitig aus und an seiner Stelle wurde Heinrich Allershausen gewählt. Desgleichen Karl Lagershausen: Für ihn kam Wilhelm Blötz an die Spitze des Steigerzuges.
 
Der Krieg 1914/1918 nahm uns die Kameraden Heinrich Rose, Ludwig Müller und Wilhelm Lohrberg.
 
1916 starb August Robbin. Nach Kriegsende wurde sein Sohn an seine Stelle gesetzt.
 
Nach Ablauf von 25 Jahren traten dann Wilhelm Hillebrecht, Heinrich Allershausen und Fritz Zwickert aus Altersgründen zurück:
 

Gewählt wurden 1924:
1. Hauptmann:                     Wilhelm Blötz
2.Hauptmann:                      August Ahrent
1. Zugführer:                        L. Metje
2. Zugführer:                        blieb August Robbin
Steigerführer:                       August Metje
 

In der Kommandowahl von 1926 wurde das vorhandene Kommando nochmals bestätigt. Die damaligen Monatsbeiträge wurden auf 20 Pfennig erhöht.
 
Das Feuerwehrwesen wurde nach der Gründung des dritten Reichs neu gegründet. Somit traten alle Wehrführer der Gemeinde Düderode zurück
 
In einer außerordentlichen Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Düderode am 15.02.1934 wurde vom Gemeindevorsteher Heinrich Jürges eine neue Einheitssatzung für die Feuerwehren vorgelegt und verlesen. Die Einheitssatzung wurde durch Zuruf einstimmig angenommen

Neu gewählt wurden:

als Wehrführer:                         Oberbrandmeister
                                                  August Robbin
als Stellvertreter:                       Brandmeister 
                                                  August Müller
 
Löschmeister wurden die Kameraden:
Ernst Klaproth
August Lagershausen                                                                                 Wilhelm Metje
Karl Steinmeier
 

Die weitere Umformierung erfolgte dann nach dem Feuerlöschgesetz. Der Oberbrandmeister August Robbin wurde bei der Unterteilung des Kreises mit der Leitung des Unterkreises Düderode beauftragt. Hierzu gehörten die Wehren:
Düderode – Oldenrode, Wiershausen und Harriehausen.
 
Der Oberbrandmeister musste alle vorgeschriebenen Lehrgänge der Landesfeuerwehrschule in Celle absolvieren. Viele Kameraden wurden dort auch schon ausgebildet, so dass die Wehr einen hohen Ausbildungsstand hatte.
 
August Robbin gelang es, den Gemeinderat davon zu überzeugen, dass es möglich sei, eine Kraftspritze zu beschaffen, ohne die Gemeinde finanziell besonders zu belasten. Hier zeigte sich Opfergeist und Kameradschaft der
 
Wehrangehörigen, indem  sie für 10 Jahre auf jede Entschädigung der Brandkasse verzichteten, um das von dieser gegebene Darlehen abzuzahlen. Eine Handlung, die den Gemeindevertretern und  feuerwehrfeindlichen Mitbewohnern unseres Ortes immer wieder in Erinnerung gebracht werden darf. Daneben ermöglichten es private Opfer, dass neben der Kraftspritze
 
180 m  B-Schlauch und 105 m  C-Schlauch , ein Tragkraftspritzenanhänger (TKA) und ein Personenwagen in sehr gutem Zustand von einem Bekannten August Robbins beschafft wurden, ohne dass die Gemeinde auch nur einen Pfennig dafür auszugeben brauchte. 
 
Für neue blaue Uniformen musste die Gemeinde Opfer bringen. Nach dem Krieg jedoch wurden wieder 13 blaue Röcke eingekunkelt, ohne Kosten für die Gemeinde.
 
Durch den Krieg war die Wehr als Einsatzbereitschaft verpflichtet worden. Und so haben Kameraden durch Reklamation für den Feuerwehrdienst in der Gemeinde bleiben können. Doch diese Kameraden drehten nach Kriegsende der Feuerwehr den Rücken. Leider blieben gute Kameraden auf dem Schlachtfeld. Die Wehr wurde in der Kriegszeit sogar einmal in Hannover und einmal in Hildesheim eingesetzt.
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Nach 1945 war es schwer, die Wehr zusammen zu halten . Doch auch die Jugend kam wieder zu uns. Bei den nachher einsetzenden Wettkämpfen marschierten unsere Gruppen immer wieder in vorderster Linie mit und es ist eine Freude, wenn man den Geist der Jugend beobachtet.
 

Die ersten Wettkämpfe bestritt unsere Wehr auf Kreisebene in Schwiegershausen.  
  



Nach der Einführung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes (NBG) erfolgte wieder eine Umstellung.

 
Unsere Wehr durfte nur zwei Gruppen und eine Reservegruppe behalten, dazu einen Brandmeister als Führer , als Stellvertreter einen Unterbrandmeister und einen Sanitäter. Einmal verliehene Chargen wurden nicht zurückgesetzt.

Seit 1950 führte Brandmeister Alfred Zwickert die Wehr, sein Stellvertreter war Unterbrandmeister Wilhelm Metje.

Auf der Generalversammlung 1953 wurde die Gerätehaus-erneuerung beschlossen. Alle Kameraden erklärten sich bereit, Hand- und Spanndienste zu leisten.

 
Im Jahr 1954 war es dann soweit. Vom damaligen Bürgermeister Pinnecke wurde zugesagt, dass der Gerätehausneubau vorgenommen werden kann. Dieses wurde in der damaligen Versammlung mit großer Freude unter den Kameraden aufgenommen.
 
Es wurde beschlossen, das alte Feuerwehrhaus in freiwilliger Arbeitsleistung abzureißen.  Traktoren- und Pferdebesitzer waren fortan im Einsatz.
 
Im gesamten Ortsgebiet waren Geräte und Material verteilt:
-        Motorspritze und Auto bei Schmiedemeister Robbin
-        Hydrantenwagen und Schlauchwagen bei der Gastwirtschaft Klaproth in der Garage
-        Ersatzteile sowie Schläuche und Kleinmaterial bei dem Kameraden Bertram.
 
Die Arbeit am Feuerwehrhaus wurde von örtlichen Firmen ausgeführt. Nach Vollendung der Arbeiten am Gerätehaus wurde diese mit einer neuen Sirene ausgestattet.


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